wie böse sind fette?

gar nicht! dass fette ungesund sind, ist nämlich ein weitverbreiteter irrglaube. denn auf die richtigen fettsäuren kommt es an. genau genommen auf die unterscheidung von gesättigten und ungesättigten fettsäuren. die einen tun deinem körper gut, die anderen schaden ihm. wir helfen dir bei der unterscheidung.

“gute” fette, “schlechte” fette

ungesättigte fettsäuren halten viele organe deines körpers gesund. sie sind für den aufbau des nerven- und immunsystems verantwortlich und bereichern deine gefäße und zellen. sie bauen deine blutgefäße auf und regeln den wasser- und sauerstoffhaushalt der zellen. die omega-fettsäuren 3 und 6 gehören zu den wichtigsten und populärsten ungesättigten fettsäuren. der verzehr dieser “gesunden” fette ist deshalb enorm wichtig. der körper kann sie nämlich nicht selber herstellen. auch omega-9-fettsäuren zählen zu den “guten” fetten. sie können aber eigens vom körper gebildet werden. deshalb gibt es dafür keine ernährungsratschläge. veganern und vegetariern wird ebenfalls eine omega-3-haltige diät empfohlen, da sie beispielsweise auf fisch verzichten.

 ernährungstipps

die omega-fettsäuren 3 und 6 kommen natürlich in blattgemüse, fisch und nüssen vor. viele samen und öle sind reich an omega-3-fettsäuren. dazu zählen leinsamen und -öl, sojabohnenöl, kürbis- und sesamkerne oder auch  hanfsamen. avocados beinhalten ebenfalls gesunde fette. die liste lässt sich lange fortführen.

gesättigte fettsäuren

einige industriell hergestellte lebensmittel und fast food können hingegen viele gesättigte fettsäuren enthalten. sie stehen im verdacht, dem körper zu schaden. gewichtzunahme und sogar auch einige krankheiten können die folge von ihrem konsum sein. dazu zählen gefäßkrankheiten oder schlaganfall, herzinfarkt, diabetes und krebs. wer auf einen gesunden fetthaushalt im körper achten will, sollte den konsum von fertiggerichten und frittierten speisen begrenzen.

beim thema fettsäuren hängen körperliche und mentale gesundheit eng zusammen. denn gesättigte fettsäuren können auch die entwicklung des gehirns negativ beeinflussen. sie haben auswirkungen auf deine gedächtnisleistung, deine stimmung und dein verhalten. forschungen haben den zusammenhang zu hyperaktivität bis hin zu bipolaren störungen und schizophrenie belegt.

es gilt also: fette ja, aber bitte die richtigen.